Michael Hagedorn
Initiator, Vorstand

Mit KONFETTI IM KOPF wurde für mich ein Traum Wirklichkeit. 

Als ich im Frühjahr 2005 den Antrag für ein Stipendium stellte, um ein großes Fotoprojekt über Demenz zu starten, hatte ich keine Vorstellung, wohin mich das Ganze eines Tages führen würde und wie viel mir diese Arbeit bedeuten würde. Ich hatte auch keine Ahnung von dem Thema selbst, obwohl oder gerade weil ich mich in den einschlägigen Leitmedien intensiv eingelesen hatte: So gut wie nichts von dem in düsteren Szenarien Beschriebenen, von all den tragischen Abgesängen auf die Menschlichkeit in Zeiten von Demenz fand ich vor Ort wieder, als ich mich mit meiner Kamera auf diese große Entdeckungsreise begab. Was ich zu meiner Überraschung entdeckte war eine andere Welt, die vor allem auch voller Lebensfreude, Liebe, Humor und Selbstbestimmtheit ist. 

Jeder von uns ist eines Tages direkt oder indirekt mit dem Thema Demenz konfrontiert. Ganz persönlich oder durch Angehörige, Freunde oder Nachbarn. Demenz geht uns alle an! Und so war mir bald klar, dass ich meine Fotos und die Geschichten dahinter einer möglichst großen Öffentlichkeit zugänglich machen müsste. Groß und im öffentlichen Raum, um dieses so einseitig angstbesetzte Thema im wahrsten Sinne mit neuen Bildern zu besetzen und die Menschen zu einem Perspektivwechsel einzuladen. So wurde Anfang 2007 die Idee zu KONFETTI IM KOPF geboren und mit Unterstützung und all der Visionskraft und Liebe des KONFETTI-Gründerteams (Jutta Rath, Bea Krause, Ferdinand Borchmann-Welle) innerhalb weniger Monate die erste Konzeption und das Design entwickelt.

Es ist so erfüllend, mit einem inspirierten Team von Freunden an unser aller Zukunft mitzubauen und gesellschaftlichen Wandel mitzugestalten. Ich empfinde es als besonderes Glück, wenn Job und soziales Engagement Hand in Hand gehen, wenn Beruf und Berufung beinahe deckungsgleich sind. Bei mir ist dies durch KONFETTI IM KOPF wahr geworden.